An(ge)dacht – Advent

Advent ist eigentlich nichts anderes als warten auf die Ankunft
Ich kann ungeduldig auf einen angekündigten Besuch warten.
Ich warte auf die Ankunft des Zuges oder des Flugzeuges.
Ich warte sehnsüchtig auf eine Nachricht, auf eine Antwort.

In der Adventszeit warten wir auf Weihnachten,
auf die Ankunft Jesu.
Wir warten auf die Geburt eines Kindes,
das der Welt eine überwältigende Botschaft bringen wird.

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Diakonweihe von Patric Schützeichel

Ein vollbesetzter Trierer Dom anlässlich der Diakonenweihe am Samstag, 23.11.2019 – sicherlich keine Ausnahme. Familienangehörige, Freunde, Wegbegleiter, Gläubige aus den Heimat- und Praktikumspfarreien, Priester, Diakone und Ordenschristen füllten zahlreich die Hohe Domkirche. Außergewöhnlich an diesem Samstag war jedoch die Anzahl der diesjährigen Weihekandidaten: gemeinsam mit Patric Schützeichel aus Roßbach empfingen sechs weitere Männer das Sakrament der Diakonenweihe durch Gebet und Handauflegung von Weihbischof Robert Brahm.

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An(ge)dacht – Allerheiligen

Mit dem Fest Allerheiligen beginnt die Kirche den Monat November. Über das ganze Kirchenjahr verteilt gedenkt die Kirche fast täglich eines Heiligen oder sogar mehrerer heiliger Männer und Frauen. Aber neben diesen kanonisierten, also offiziell kirchlich anerkannten, Heiligen gibt es noch eine Vielzahl anderer, denen kein eigener Gedenktag gewidmet ist. In der Geheimen Offenbarung schreibt der hl. Evangelist Johannes Folgendes: „Danach sah ich eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen.“ (Offb 7,9). Es sind also unzählige Heilige, die im Himmel für uns bei Gott Fürsprache einlegen. Ich hoffe, die allermeisten von uns, am besten alle, verehren einen oder mehrere Heilige in besonderer Weise. Verehren heißt nicht: anbeten! Sondern anrufen. Wie schnell wird aus Unkenntnis diese Verwechslung gemacht, wie oft wird sie der Kirche oder dem katholischen Gläubigen vorgeworfen: Ihr betet ja die Heiligen an!

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Bischofsgedanken: Mein Bild von der Pfarrei der Zukunft

In der Pfarrei der Zukunft finde ich

Männer und Frauen der Seelsorge,

  • die sich vor allem als Jüngerinnen und Jünger Jesu verstehen und deshalb gemeinsam für Jesus stehen;
  • die Lust und Energie haben, Neues zu entdecken;
  • die sich freuen über die Gaben und die Aufträge der jeweils anderen, seien es ehrenamtlich Engagierte oder hauptberufliche Kolleginnen und Kollegen;
  • die den Mut haben, sich gegenseitig zu korrigieren, wo es für die Erfüllung des Auftrags wichtig ist (gegen ein heute anzutreffendes Desinteresse aneinander/ gegen Form- und Stillosigkeit);
  • die nicht kleinlich über ihr pastorales Territorium wachen, sondern sich über. Eigeninitiativen freuen und sie fördern;
  • die nicht von Termin zu Termin hetzen;
  • die sich mehr Zeit zum Gebet nehmen;
  • die sich um eine lebensnahe Verkündigung bemühen anstatt abstrakte (theologische, soziologische …) Wahrheiten weiterzugeben;
  • die sich regelmäßig gemeinsam über die HI. Schrift austauschen;
  • die bei ihrem Gegenüber zuerst und vor allem nach den Anknüpfungspunkten für das Evangelium suchen anstatt auf die Glaubensdefizite zu schauen;
  • die proaktiv auf Menschen zugehen;
  • die sich nicht schämen, junge Leute für den kirchlichen Dienst anzusprechen;
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