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Tageswallfahrt in die Eifel nach Barweiler und Bad Münstereifel

Auch in diesem Jahr werden wir, diesmal als neu errichtete Pfarrei St. Elisabeth Rengsdorf-Waldbreitbach, wieder zu einer Tageswallfahrt starten. Ich lade Sie sehr herzlich hierzu am 16. September 2026 ein. 
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Datum:
17. Aug. 2026
Von:
Pfarrer Marco Hartmann

Nach Wallfahrten ins Saarland, in den Rheingau und an die Mosel werden wir in diesem Jahr die Eifel ansteuern. Ziel der Wallfahrt ist Barweiler, ein Ort in der Verbandsgemeinde Adenau, unweit des Nürburgrings, und eine der acht Pfarreien meiner Kaplanszeit in der Pfarreiengemeinschaft Adenau. Barweiler gehört heute zur ebenfalls zum Jahresanfang neu errichteten Pfarrei Adenauer Land.

Die Wallfahrt nach Barweiler feiert in diesem Jahr ihr 300jähriges Jubiläum. Sie geht auf ein Ereignis im Jahr 1726 zurück, das die kleine Pfarrkirche St. Gertrud zu einem bedeutenden Gnadenort machte. 

Im Sommer schmückten die Mädchen von Barweiler ihre Pfarrkirche mit Blumen und gaben der Muttergottes eine Lilie in die rechte Hand, die ursprünglich ein Zepter gehalten haben dürfte. Die Erntezeit ließ keinen neuen Blumenschmuck mehr zu, so dass die Lilie verwelkte und schließlich verdorrte. Doch im September – um das Fest Mariä Geburt herum – begann der ganz vergilbte und vertrocknete Stängel wieder zu grünen. Am Stängel wurden 15 kleine Knospen gezählt. Die Zahl entspricht den Glaubensgeheimnissen, die beim traditionellen Rosenkranzgebet betrachtet wurden. Das Lilienwunder wiederholte sich im folgenden Jahr zur gleichen Zeit. Der damalige Pfarrer meldete den unerklärlichen Vorfall der weltlichen und geistlichen Behörde. Der zuständige Generalvikar beauftragte den Abt der Prämonstratenserabtei Steinfeld mit der Untersuchung des Ereignisses. Am Montag, 19. Juli 1728, erschienen der Abt und der Dechant des kölnischen Eifeldekanats und fanden die Kirche voller Gläubiger. Am 21. Juli 1728 wurde die Marienfigur in Gegenwart von geistlichen Würdenträgern und anderen Gläubigen auf dem Seitenaltar in eine Vitrine eingeschlossen, nachdem der Steinfelder Abt ihr eine frische Lilie in die Hand gegeben hatte. Die Türen der Vitrine wurden verschlossen. Von den beiden Schlüsseln erhielten je einen der Abt und der Dechant. Für den Landesherrn untersuchte Franz Anton Marle als „Statthalter des Ambts Nürburg“ den Fall. Er bestätigte am 28. Oktober 1726, das Lilienwunder gesehen zu haben.
Die Bestätigung des Wunders bewirkte, dass ein wachsender Pilgerstrom zur Madonnenstatue mit der Lilie einsetzte. Pilgerinnen und Pilger erbaten die Fürbitte Mariens in der Hoffnung auf Heilung von Krankheiten bei Mensch und Tier und auf Hilfe in allen Nöten des Lebens. Berichte erzählen hierbei von wunderbaren Heilungen und erhörten Gebeten.

Einer Legende nach wurde das Gnadenbild in der Reformationszeit von einem Hausierer in der Nacht aus der Pfarrkirche Üxheim nach Barweiler getragen. Tatsächlich führte Graf Dietrich VI. von Manderscheid-Schleiden (1538-1593) in der Herrschaft Kerpen und damit auch in Üxheim ab 1565 die Lehren Luthers ein. Barweiler gehörte zum Kurfürstentum Köln und blieb katholisch. Möglicherweise sind damals heimlich katholische Kultgegenstände aus der Pfarrkirche in die Filialkapelle gebracht worden. Das heutige Gnadenbild dürfte allerdings nicht darunter gewesen sein, denn es wird kunsthistorisch erst in die Mitte des 17. Jahrhunderts datiert. Damals wurde in Barweiler eine neue Kirche gebaut, zu deren erster Ausstattung die heutige Marienfigur vielleicht gehörte. Das Gnadenbild ist eine etwa 120 Zentimeter hohe Holzskulptur der Muttergottes mit dem unbekleideten Kind auf dem linken Arm. Das Gewand zeigt einen eigentümlich knittrigen Faltenstil. Der rechte Fuß ruht auf der Weltkugel. In der rechten Hand hält sie eine hölzerne Lilie mit 15 Blüten und Knospen. Die Kronen, die Maria und das Jesuskind tragen, stammen aus dem 20. Jahrhundert.

Jährlich ziehen von Anfang September bis Anfang Oktober zahlreiche Pilgergruppen aus der ganzen Eifel und darüber hinaus zur „Muttergottes mit der Lilie“. Im Jahr 1994 wurde – angestoßen durch die Friedensgebete während der Jugoslawienkriege – der Titel erweitert zu „Unsere liebe Frau mit der Lilie – Königin des Friedens“, um das Anliegen des weltweiten Friedens ausdrücklich in den Mittelpunkt zu stellen. 

Das Jubiläumsjahr der Wallfahrt steht unter dem Motto „Gemeinschaft – Hoffnung – Dankbarkeit“. Diesem Motto wollen und dürfen wir uns sehr gerne anschließen: als pilgernde Gemeinschaft von Christinnen und Christen, voller Hoffnung auf Gottes Segen und seinen Schutz sowie in Dankbarkeit für alle von ihm bereits geschenkten Gnadengaben sind wir eingeladen, am Vormittag in Barweiler eine Pilgermesse zu Ehren der Gottesmutter zu feiern.
Der Nachmittag führt uns dann in das nahe gelegene Eifelstädtchen Bad Münstereifel mit seiner über 1.100-jährigen Geschichte. Dort erwartet uns eine historische Altstadt mit einer nahezu vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer und Stadttoren. Als anerkanntes Kneipp-Heilbad blickt Bad Münstereifel zudem auf eine lange Tradition als Kurort zurück. Ein besonderes Einkaufserlebnis bietet das City-Outlet, dessen Geschäfte in denkmalgeschützten Gebäuden der Altstadt untergebracht sind. 

Im Juli 2021 wurde auch Bad Münstereifel von der verheerenden Hochwasserkatastrophe an Ahr und Erft schwer getroffen. Die historische Altstadt erlitt damals große Schäden, die jedoch in den folgenden Jahren mit viel Engagement und Sorgfalt behoben wurden. 

Die Stadt kann während einer Stadtführung an diesem Nachmittag näher kennengelernt werden. Darüber hinaus besteht auch die Gelegenheit, Bad Münstereifel auf eigene Faust zu erkunden, in den Geschäften zu stöbern oder einen Kaffee zu trinken. 

Folgende Abfahrtszeiten sind vorgesehen: 8.00 Uhr Waldbreitbach, Kirmesplatz, 8.10 Uhr Niederbreitbach Schule, 8.20 Uhr Kurtscheid Kirchparkplatz
Die Rückfahrt ist um 18.30 Uhr geplant.

Der Fahrpreis beträgt 35,- € und ist bei der Anmeldung zu entrichten. Dieser beinhaltet die Busfahrt, ein Frühstückspicknick in Barweiler sowie die Stadtführung am Nachmittag in Bad Münstereifel. Die Kosten für das Mittagessen sind selber zu tragen. Anmeldungen werden in den beiden Pfarrbüros entgegengenommen.

Ich würde mich freuen, wieder möglichst viele bekannte, aber auch sehr gerne neue Gesichter bei unserer diesjährigen Wallfahrt begrüßen zu dürfen.