In Jesu Licht sieht man die Welt und die Menschen mit anderen Augen. Jeder Mensch ist Mensch – im Lichte Jesu, nicht mal mehr – mal weniger, nicht mal wertvoll – mal unwert, Im Lichte Jesu erkennt man im Gesicht des anderen den Bruder, die Schwester, im Fremden den Freund. Jeder Mensch ist Mensch – im Lichte Jesu, gleichberechtigt und unantastbar in seiner Würde, gerade auch die Schwachen und Armen, alle, die auf der Schattenseite des Lebens sind. Christus ist gekommen, „um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes“ (Lk 1,97). Er bringt Licht in die Dunkelheit des Todes. Er hebt die Nacht nicht auf, aber er scheut sie nicht, er erleuchtet sie. In seinem Licht können wir auch zu unseren Schatten stehen, zu den Schatten unserer Geschichte und unseres eigenen Lebens.
Lumen Christi – das gehört auf den Leuchter, damit es allen in der Welt leuchte. Man kann doch nicht so tun, als gäbe es dieses Licht nicht. Wir dürfen es nicht verstecken Es kann sich sehen lassen.
Viele sehen heute schwarz, wenn sie „Kirche“ hören. Woran liegt das? Schauen wir die Kerze an: Sie will sich nicht selbst erhalten, sie verzehrt sich im Leuchten. Wer sich selber anschaut, leuchtet nicht. Ob wir zu sehr darauf aus sind, uns anstrahlen zu lassen? Das Licht das von innen kommt, leuchtet anderen ein. Lumen Christi – steckt das in mir? Füllt es mich aus, erfüllt es mich? Ist es so in mir, dass ich mir das Leben gar nicht mehr anders vorstellen könnte?
Das Licht von innen strahlt aus. Andere werden´s merken: „Mensch, da geht mir ein Licht auf.“ Das leuchtet ein. Ein Lichtblick – Lumen Christi!
Ihnen allen frohe und gesegnete Ostern!
Diakon Andreas Wies






