Wunsch bzw. Prämisse des Pfarreienrates bei der Suche nach einem Namen für die künftige Pfarrei war es, dass die fusionierte Pfarrei einen Namen erhalten sollte, der sowohl geographische wie auch historische Bezüge hat, identitätsstiftend und allgemein konsensfähig.
Prägend für das ehemalige Kirchspiel Waldbreitbach, aus dem im Laufe der Zeit auch die Pfarreien Kurtscheid und Niederbreitbach hervorgegangen sind, war die Tätigkeit des Deutschherrenordens, der über mehrere Jahrhunderte Einfluss auf das Pfarrleben und die Seelsorge vor Ort ausübte. Deren Schutzpatronin wiederum ist die heilige Elisabeth von Thüringen. Ihr selbstloser Einsatz für Kranke und Bedürftige macht sie bis heute zu einer bekannten und beliebten Heiligen, die durch ihr Tun auch für die missionarisch-diakonische Ausrichtung der Kirche steht.
In diesem Zusammenhang wurde Elisabeth von Thüringen auch mit der Neuerburg in Verbindung gebracht. Der Überlieferung nach soll sie zwei Mal im Laufe ihres recht kurzen Lebens (+1231 mit erst 24 Jahren) dort ihre Verwandte, Gräfin Mechthild von Sayn, besucht haben. Gräfin Mechthild sorgte schließlich dafür, dass sich der Deutschherrenorden ab 1260 in Waldbreitbach niederließ.
Die heilige Elisabeth von Thüringen als mögliche künftige Namenspatronin der neu fusionierten Pfarrei fand im Zugehen auf die Fusion in allen Gremien (Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte) rasch allgemeine Zustimmung.
Auch der Vorschlag der örtlichen Namensbezeichnung Rengsdorf-Waldbreitbach kam aus dem Pfarreienrat. Es sind die größten Orte in der neuen Pfarrei und sie ist somit auch geographisch gut einzuordnen. Darüberhinaus ist die Namenskombination „Rengsdorf-Waldbreitbach“ seit der Fusion der ehemaligen Verbandsgemeinden 2018 bereits allgemein geläufig. Für diese Namensgebung fand sich in den Gremien ebenfalls eine sehr deutliche Mehrheit.
In einem letzten Schritt wurde mit professioneller Unterstützung ein neues Pfarrlogo kreiert. Das Logo der Pfarrei zeigt die heilige Elisabeth, in ein Ordensgewand gekleidet, farblich im Rot des Bistums Trier dargestellt, mit Heiligenschein und drei rote Rosen in der Hand haltend. Diese Rosen weisen zum einen auf das Rosenwunder hin, zum anderen stehen sie als Symbol für die drei ehemaligen Pfarreien. Ihren Blick gesenkt, richtet sie ihre Augen auf die blaue Flusswelle der Wied sowie, in zwei grünen Hügeln angedeutet, die Höhen des Wiedtales. Rechts dargestellt, ebenfalls in rot, ist die Neuerburg als Wahrzeichen der Region und als Ort mit geschichtlichem Bezug zur heiligen Elisabeth.


