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Mach’s wie die Sonnenblume, wende dich dem Licht zu!
Die Sonnenblume (auf dem Titelbild unseres Pfarrbriefs) will heute einige Gedanken an uns richten - natürlich ist die Sonnenblume im Original tausendmal schöner:
- die Sonnenblume wendet sich dem Licht zu. Ohne Licht kann kein Mensch leben. Auch und gerade an dunklen Tagen lehrt uns die Sonnenblume: Wende dich dem Licht zu; auch wenn du den Kopf schon mal hängen lässt.
- die Sonnenblume wendet sich dem Licht zu. “Zu-Wendung” ist ein wichtiges Wort, eine wichtige Haltung: sich einem Menschen zu-wenden. Abwenden ist das Gegenteil. Auch gerade dort, wo Menschen am Boden sind, oder sie das Gefühl haben: mich will keiner mehr sehen. Zu-Wendung schenken. Es kostet nichts.
- DieSonnenblume hat eine große Mitte. Man könnte auch sagen. sie hat ein großes Herz. Aus diesem großen Herzen erwachsen ihr gelben, goldgelben Blütenblätter. Aus ihrer starken und großen Mitte kommt das Leben von Morgen: die Samen- körner, die das Leben der Zukunft in sich haben.
- Die Sonnenblume nimmt und gibt. Sie nimmt das Licht aus der Höhe und gibt es weiter. Zuerst muss ich etwas haben, um es weiter zu geben. Sonst bin ich schnell verausgabt. Die Reihenfolge ist wichtig: zuerst aufnehmen, dann weiter- geben. Mach’s wie die Sonnenblume.
Ich wünsche uns, dass wir viel lernen von den schönen Gaben der Schöpfung, von den Blumen, von denen Jesus sagt: Schaut die Blumen des Feldes, sie säen nicht, sie ernten nicht, doch Gott sorgt für sie. Selbst König Salomon war nicht schön gekleidet wie eine von ihnen (vgl. Mt 6,28f).
Allen eine gute Zeit!
Ihr Pastor Josef Mettel
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