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Liebe Schwestern und Brüder der Pfarreien Waldbreitbach und Niederbreitbach,
liebe Leserinnen und Leser des Pfarrbriefes,
wie fange ich bloß an? Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich anfing, diese kurze Vorstellung zu schreiben. Der erste Eindruck ist nicht zu unterschätzen und als Ihr neuer Kaplan liegt mir doch sehr daran, einen guten Eindruck zu machen.
Angefangen hat es mit mir, Jan Lehmann, als ich 1979 als jüngstes Kind meiner Eltern zur Welt kam. Geboren und aufgewachsen bin ich in unserer Bistumsstadt Trier. Genauer gesagt wohne ich mit meiner Schwester und meinen Eltern in Zewen, einem Stadtteil von Trier. Dort, in meiner Heimatpfarrei St. Martinus, kam ich das erste Mal mit Kirche in Berührung und konnte viel Gutes und Schönes erleben, besonders in der Messdiener- und Jugendarbeit, die mich stark geprägt hat.
Während dieser Zeit reifte in mir der Gedanke und Wunsch, Priester zu werden. Daher bin ich nach dem Abitur am Wirtschaftsgymnasium Trier im Jahr 2000 in das Bischöfliche Priesterseminar Trier eingetreten und habe in Trier und Rom Theologie studiert. Die Zeit im Priesterseminar ist mir heute noch lieb und wichtig, denn hier lernte ich immer wieder Menschen kennen, die wie ich auf der Suche nach ihrem Weg sind.
Im Sommer 2005 schloss ich die fünfjährige Studienzeit mit dem Diplom ab. Im November desselben Jahres bin ich dann in die Pfarrei St. Johann nach Saarbrücken gegangen, um dort auf die Diakonen- und Priesterweihe vorbereitet zu werden und den „Ernstfall“ Seelsorge und Pastoral kennen zu lernen. Die Diakonenweihe habe ich am 16. Dezember 2006 empfangen und war bis Anfang Juni als Diakon in St. Johann tätig. Im Ganzen gesehen kann ich mir heute für mich keinen besseren Ort zum Einstieg in das Pfarrleben und die priesterliche Seelsorge vorstellen. Saarbrücken war für mich eine reiche und fruchtbare Schule.
Und nach der Priesterweihe am 07. Juli komme ich im August zu Ihnen. Ich muss Ihnen aber gestehen, dass ich schon etwas aufgeregt bin, denn es wird für mich die erste Stelle als Neupriester sein. Doch insgesamt überwiegen die Freude und die Neugierde auf das, was mich im Wiedtal erwarten wird. Und am meisten freue ich mich auf Sie.
Der Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an die Römer, dass er unter anderem die Gemeinde von Rom besuchen möchte, damit er und die Gemeinde „miteinander Zuspruch empfangen durch ihren und seinen Glauben“ (Röm 1,12). So komme auch ich zu Ihnen mit dem ehrlichen Wunsch, von Ihnen zu lernen. Und ich hoffe, dass ich auch einiges von mir und meinem Glauben bei Ihnen lassen kann.
So, dies ist vorerst alles, was ich zum ersten Eindruck beisteuern kann und grüße Sie in wirklicher Vorfreude auf die kommende Zeit sehr herzlich.
Ihr Diakon Jan Lehmann
Quelle: Pfarrbrief Nr. 28-34 vom 07.07.-26.08.2007
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