Alle Artikel von cj@salzkoerner

An(ge)dacht – Allerheiligen

Mit dem Fest Allerheiligen beginnt die Kirche den Monat November. Über das ganze Kirchenjahr verteilt gedenkt die Kirche fast täglich eines Heiligen oder sogar mehrerer heiliger Männer und Frauen. Aber neben diesen kanonisierten, also offiziell kirchlich anerkannten, Heiligen gibt es noch eine Vielzahl anderer, denen kein eigener Gedenktag gewidmet ist. In der Geheimen Offenbarung schreibt der hl. Evangelist Johannes Folgendes: „Danach sah ich eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen.“ (Offb 7,9). Es sind also unzählige Heilige, die im Himmel für uns bei Gott Fürsprache einlegen. Ich hoffe, die allermeisten von uns, am besten alle, verehren einen oder mehrere Heilige in besonderer Weise. Verehren heißt nicht: anbeten! Sondern anrufen. Wie schnell wird aus Unkenntnis diese Verwechslung gemacht, wie oft wird sie der Kirche oder dem katholischen Gläubigen vorgeworfen: Ihr betet ja die Heiligen an!

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Bischofsgedanken: Mein Bild von der Pfarrei der Zukunft

In der Pfarrei der Zukunft finde ich

Männer und Frauen der Seelsorge,

  • die sich vor allem als Jüngerinnen und Jünger Jesu verstehen und deshalb gemeinsam für Jesus stehen;
  • die Lust und Energie haben, Neues zu entdecken;
  • die sich freuen über die Gaben und die Aufträge der jeweils anderen, seien es ehrenamtlich Engagierte oder hauptberufliche Kolleginnen und Kollegen;
  • die den Mut haben, sich gegenseitig zu korrigieren, wo es für die Erfüllung des Auftrags wichtig ist (gegen ein heute anzutreffendes Desinteresse aneinander/ gegen Form- und Stillosigkeit);
  • die nicht kleinlich über ihr pastorales Territorium wachen, sondern sich über. Eigeninitiativen freuen und sie fördern;
  • die nicht von Termin zu Termin hetzen;
  • die sich mehr Zeit zum Gebet nehmen;
  • die sich um eine lebensnahe Verkündigung bemühen anstatt abstrakte (theologische, soziologische …) Wahrheiten weiterzugeben;
  • die sich regelmäßig gemeinsam über die HI. Schrift austauschen;
  • die bei ihrem Gegenüber zuerst und vor allem nach den Anknüpfungspunkten für das Evangelium suchen anstatt auf die Glaubensdefizite zu schauen;
  • die proaktiv auf Menschen zugehen;
  • die sich nicht schämen, junge Leute für den kirchlichen Dienst anzusprechen;
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An(ge)dacht – Mit den Augen Marias auf Jesus schauen

Ist es nun eine alte Leier oder ein hochaktuelles Gebet? – Am Rosenkranzgebet scheiden sich die Geister!

Vielfach wird der Rosenkranz immer wieder spöttisch betrachtet, bisweilen gar als „Altweibergebet“ oder ähnlich tituliert. Abgesehen von der Dankbarkeit, die wir gerade diesen älteren Menschen schulden – denn wieviel Gutes geschieht gerade durch das Gebet so manch alten oder kranken Menschen – verkennt eine solche Sichtweise den Ursprung und die Wirkmächtigkeit des Rosenkranzgebetes.

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Messdienerfahrt in den Wild- und Freizeitpark Klotten

Am Samstag, dem 12. Oktober 2019, war es wieder so weit. Eine Tagestour in den Wild- und Freizeitpark in Klotten stand auf dem Programm, zu der die Messdienerinnen und Messdiener der Pfarreiengemeinschaft Waldbreitbach-Niederbreitbach-Kurtscheid eingeladen waren. Etwa 30 Kinder und Jugendliche folgten der Einladung und erlebten, begleitet von den Pfarrern Andreas Burg und Marco Hartmann sowie einem Betreuerteam einen abwechslungsreichen Tag.

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An(ge)dacht – Windhauch Gottes

Ich spüre den Windhauch an meiner Haut,
doch ich kann ihn nicht sehen.

Ich höre den Wind im Rascheln der Gräser,
aber ich kann ihn nicht greifen.

Ich sehe den Wind im Blätterwirbeln im Herbst,
doch ich kann ihn nicht beschreiben.

Ich spüre dich, Gott, in der Zuneigung eines Menschen,
doch ich kann dich nicht sehen.

Ich höre dich im fröhlichen Kinderlachen,
aber in diesen Frequenzen kann ich dich nicht einfangen.

Ich sehe dich im Geben und Teilen der Menschen,
doch beschreiben kann ich dich nicht.

Text: Josef Griesbeck, Unerhört, Echter Verlag
Foto: twinlili  / pixelio.de