Alle Artikel von cj@salzkoerner

Dieser Jesus provoziert mich

Ich rege mich auf und Jesus sagt mir: „Verzeih!“
Ich habe Angst und Er sagt mir: „Hab Mut!“
Ich zweifle und Er sagt mir: „Vertrau!“
Mir ist ängstlich zumute und Er sagt mir: „Bleib ruhig!“
Ich will alleine bleiben und Er sagt mir: „Komm und folge mir!“
Ich schmiede Pläne und er sagt mir: „Gib sie auf!“
Ich verschaffe mir Besitz und Jesus sagt mir: „Lass ihn los!“
Ich will Sicherheit und Er sagt mir: „Wage zu vertrauen!“
Ich will leben und Er sagt mir: „Gib dein Leben hin!“
Ich meine, ich wär gut und Er sagt mir: „Das reicht nicht!“
Ich will Chef spielen und Er sagt mir: „Versuche zu dienen!“
Ich will befehlen und Er sagt mir: „Gehorche!“
Ich will begreifen und Er sagt mir: „Glaube!“
Ich will Klarheit und Er redet zu mir in Gleichnissen.
Ich will meine Ruhe und Er will, dass ich unruhig bin.
Ich will Gewalt und Er redet vom Frieden.
Ich greife zum Schwert und Er sagt mir: „Steck es ein!“
Ich sinne auf Rache und Er sagt mir: „Halte auch die andere Backe hin!“
Ich will größer sein und Er sagt mir: „Werde wie ein Kind!“
Ich will mich verstecken und Er sagt mir: „Werde Licht!“
Ich will den ersten Platz und Er sagt mir: „Setz dich auf den letzten!“
Ich will gesehen werden und Er sagt mir: „Bete im Verborgenen!“
Nein. Ich verstehe diesen Jesus nicht! Er provoziert mich.
Wie so viele von seinen Jüngern hätte ich Lust,
mir einen anderen Meister zu suchen,
einen, der klarer ist und mich weniger fordert. Aber mir geht’s wie Petrus:
Ich kenne keinen, der so wie Jesus Worte des ewigen Lebens hat.
Und deshalb bleibe ich bei ihm.

Text: Pater Wilhelm Ruhe in: Bardeler Fastenmeditationen
Foto: Jürgen Damen in: www.pfarrbriefservice.de

Rosenmontag 2017

Ökumene ganz schön bunt – tief unten auf dem Meeresgrund
Karneval 2017

Mit bunten Meereskostümierungen tauchten auch in diesem Jahr wieder einige Mitglieder aus der katholischen Pfarreiengemeinschaft sowie der evangelischen Kirchengemeinde hinein in den Rosenmontagszug Waldbreitbach. Bereits zum dritten Mal machte sich eine Gruppe beider Konfessionen auf den Weg durch den Ort, um gut gelaunt den Straßenkarneval mit vielen Zuschauern und Gästen zu feiern. Kostümiert mit von der Partie waren auch diesmal wieder Pfarrer Ulrich Oberdörster und Pfarrer Marco Hartmann. Zur Bildergalerie

Ihr seid das Salz der Erde (Mt 5,13)

Das Salz hat einen Sinn, wenn man damit dem Essen Geschmack gibt. Wir sollen das Salz, das wir empfangen haben, weitergeben und damit würzen! Bitten wir den Herrn, nicht Christen mit geschmacklosem Salz zu werden. Das Salz hat aber noch eine Besonderheit: Wenn man es richtig nutzt, schmeckt man es nicht mehr heraus, sondern man spürt besser den Eigengeschmack des Essens, der vom Salz herausgearbeitet wird. Das ist die christliche Eigenart! Sie ist keine Uniformität, sondern nimmt jeden so, wie er ist – mit seiner Persönlichkeit, seiner Kultur. Und sie belässt ihm das alles, gibt ihm aber noch etwas dazu: den Geschmack! Diese christliche Eigenart ist sehr schön, denn wenn wir alles einförmig haben wollen – alle auf dieselbe Weise gesalzen -, dann ist das wie bei einem versalzenen Essen.  Dann schmeckt man nur noch das Salz heraus.

Papst Franziskus

Wer will mitsingen? Einladung zum Mozart-Projekt!

Der Kirchenchor „Cäcilia“ 1777 Waldbreitbach lädt ganz herzlich zu seinem nächsten Projekt ein. Auf dem Programm steht die berühmte „Orgelsolomesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart sowie sein bekanntes „Ave verum“. Beide Werke werden, begleitet von einem Kammerorchester am Ostermontag, 17. April im Hochamt um 11.00 Uhr in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Waldbreitbach aufgeführt. Mehr lesen und zu den Probenterminen

Gedanken zum Fest der Darstellung des Herrn

Am Schönsten erkennen wir die Bedeutung Jesu immer, wenn wir in die Gesichter derer schauen, die ihn gesehen haben.
Der alte Simeon ist so ein Gesicht, von dem der Evangelist Lukas gleich nach der Geburt Jesu erzählt.
Simeon weiß, dass seine Tage gezählt sind. Und er weiß auch, dass Gott ihn noch nicht will. Gott hatte ihm nämlich versprochen, dass er den Tod nicht sehen werde, ehe er nicht den Gesalbten Gottes gesehen habe.
So wartet Simeon. Jeden Tag. Im Tempel.
Untätig ist er nicht. Wer glaubt, wartet tätig. Meistens betend.
Und dann kommt der Gesalbte. Er kommt nicht selber, sondern wird gebracht. Ein Kind auf den Armen der Eltern.
So sieht kein Gesalbter aus, denken alle.
Simeon denkt so nicht. Kaum hat die Heilige Familie die erste Schwelle zum Vorhof des Tempels überschritten, weiß Simeon alles. Einem Alten kann man nichts vormachen, einem Glaubenden erst recht nicht.
Simeon schaut, was man nicht sieht. Seine altes Gesicht lebt auf wie nie zuvor.
Das Kind ist Gottes Kind. Eine Licht zu erleuchten die Welt.
Bevor Siemeon die Augen für immer schließen darf, schaut er noch einmal weit und tief. So sieht sie aus, die Macht der Welt.
Der Geringste ist immer der Wichtigste im Himmelreich.

Bild: Walter Habdank